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Respekt für Retter
13 Männer und Frauen aus dem Kreis Pinneberg sind von jetzt an auf Plakaten, Postkarten und auf der Sei-bereit-Website des Kreises zu sehen. Sie alle sind engagieren sich dafür, dass Menschen in Notlagen geholfen wird. Damit stehen sie symbolisch für die zahlreichen Retterinnen und Retter im Kreis und geben der Kampagne „Respekt für Retter“ ein Gesicht.
Am Mittwoch präsentierte Kreispräsident Helmuth Ahrens gemeinsam mit den Einsatzkräften und weiteren Führungskräften aus den Hilfsorganisationen die Plakatmotive im Kreishaus in Elmshorn.
„Mit der Initiative ‚Respekt für Retter‘ wollen wir die wichtige Arbeit von Einsatzkräften sichtbarer machen“, sagt Kreispräsident Helmuth Ahrens. „Wir wollen die Menschen zeigen, die diese Arbeit machen, und damit insgesamt die gesellschaftliche Wertschätzung für Retterinnen und Retter stärken.“
Einsatzkräfte sind da, wenn es darauf ankommt – oft unter schwierigen Bedingungen. Dabei sind sie zunehmend auch mit fehlendem Respekt konfrontiert.
Die Initiative „Respekt für Retter“ setzt genau hier an: Sie macht sichtbar, was sonst oft selbstverständlich erscheint, und setzt sich ein für mehr Anerkennung und Wertschätzung gegenüber den Menschen, die helfen und retten – beruflich genauso wie ehrenamtlich.
Kreisbrandmeister Stefan Mohr erklärt dazu: „Ich wünsche mir für unser Ehrenamt eine stärkere Anerkennung in der Gesellschaft, das heißt eine gute finanzielle und materielle Ausstattung durch unsere Träger, weniger Diskussionen um Notwendigkeiten und vor allem einen gesellschaftlichen Ruck, nicht zu gaffen, nicht im Weg stehen, uns durchzulassen, nicht zu influenzen, nicht uns zu bepöbeln und nicht zu beleidigen oder sogar zu bedrohen, sondern vielleicht nachzudenken oder sogar mitzumachen in unseren Organisationen. Kurz Respekt vor den Betroffenen und Respekt für uns Retter zu haben.“
Um der Kampagne im Kreis Pinneberg ein Gesicht zu geben, haben sich Retterinnen und Retter aus den verschiedenen Hilfsorganisationen im Kreis zur Verfügung gestellt. Sie stehen als Beispiel für die vielen Menschen, die täglich im Einsatz sind in der Feuerwehr, beim Technischen Hilfswerk (THW), bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), beim Deutschen Roten Kreuz (DRK), in der Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH), in der Kooperativen Regionalleitstelle West sowie im Katastrophenschutz des Kreises Pinneberg.
Kreispräsident Helmuth Ahrens und Landrätin Elfi Heesch hatten sich gemeinsam dafür stark gemacht, dass die in anderen Kreisen Schleswig-Holsteins bereits laufende Kampagne „Respekt für Retter“ auch im Kreis Pinneberg umgesetzt wird. Ein Beschluss des Kreistags hat dazu geführt, dass mit der Sparkasse Südholstein ein Sponsor für die Kampagne an Bord geholt werden konnte.
„Respekt und gegenseitige Wertschätzung sind die Grundlage für ein gutes Miteinander“, sagt Oliver Eggerstedt, Geschäftsbereichsleiter Privatkunden der Sparkasse Südholstein. „Deshalb unterstützen wir als Sparkasse diese wichtige Initiative und setzen gemeinsam mit unseren Partnern ein Zeichen für mehr Respekt gegenüber unseren Rettungskräften.“
Entstanden ist die Initiative im September 2024 in den Kreisen Ostholstein und Stormarn.
Mehr dazu unter:
https://sei-bereit.kreis-pinneberg.de/Respekt+für+Retter.html
Stimmen aus und zur Initiative „Respekt für Retter“:
Sönke Lase, Geschäftsführer der Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) gGmbH:
„Unsere Rettungskräfte kommen, wenn Menschen in Not sind. Sie helfen, schützen und retten Leben. Wer sie beleidigt, bedroht oder angreift, gefährdet nicht nur die Einsatzkräfte, sondern auch die Menschen, die dringend auf ihre Hilfe warten. Respekt ist keine Frage des guten Tons – er ist die Voraussetzung dafür, dass Hilfe ankommt. Beschimpfungen, Bedrohungen und Gewalt dürfen niemals zum Berufsrisiko werden. Denn wer Retter angreift, gefährdet Menschenleben.“
Stephan Isachsen, Kreisbereitschaftsleiter des DRK-Kreisverbandes Pinneberg:
„‘Helfen – ohne zu fragen, wem!‘ – Dieses Leitmotiv der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung prägt unser Handeln bis heute. Wir helfen Menschen in Not – unabhängig davon, wer sie sind, woher sie kommen oder in welcher Situation sie sich befinden. Dafür stehen die vielen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Einsatzkräfte des Roten Kreuzes. Doch Hilfe kann nur dort ankommen, wo Einsatzkräfte ihre Arbeit sicher ausüben können. Respekt bedeutet für uns deshalb nicht nur ein Dankeschön. Respekt bedeutet, Einsatzkräfte passieren zu lassen, ihnen Raum zu geben, Anweisungen zu beachten und ihnen mit Menschlichkeit und Wertschätzung zu begegnen.“
Dieter Dolezal, Kreisbeauftragter KatS DLRG Kreis Pinneberg:
„Unsere Einsatzkräfte retten Menschen aus dem Wasser, sichern unsere Gewässer und übernehmen Verantwortung: ehrenamtlich, bei jedem Wetter, Tag und Nacht – und manchmal unter Einsatz ihrer eigenen Gesundheit.
Dafür erwarten wir keine besonderen Privilegien. Aber Respekt, Rücksichtnahme und Wertschätzung sind nicht verhandelbar. Und ja, manchmal stehen wir Ihnen dabei im Weg. Wenn Sie sich dann über eine gesperrte Straße ärgern oder über ein Einsatzfahrzeug vor Ihrer Einfahrt: Da braucht gerade jemand Hilfe – und wir brauchen Platz zum Arbeiten.
Denken Sie in solchen Momenten daran, wo wir leben: im Kreis Pinneberg. Die Elbe mit ihren Sturmfluten, die Marsch hinter den Deichen, dazu viele Flüsse und immer wieder Starkregen, der Keller und Straßen flutet. Das Wasser ist hier nie weit weg. Beim nächsten Mal steht es vielleicht vor Ihrer Tür. Dann kommen wir. Zu jedem. Und helfen.“
Robert Schwerin, Fachbereichsleiter Bevölkerungsschutz, Zuwanderung und Gesundheit, Kreis Pinneberg:
„Wenn andere längst Feierabend haben, stehen viele Retterinnen und Retter bereit: in der Leitstelle, bei Feuerwehren, Rettungsdienst, Hilfsorganisationen und im Katastrophenschutz. Sie helfen bei Unfällen, Hitze, Starkregen und in Krisen. Oft zusätzlich zu Beruf, Familie und Alltag. Dass wir uns in solchen Momenten auf Hilfe verlassen können und im Alltag kaum darüber nachdenken müssen, ist ein großes Glück. Diese Sicherheit schafft Freiheit in unserem Alltag für uns und unsere Familien. Respekt beginnt dort, wo wir erkennen: Unsere Sicherheit ist keine Selbstverständlichkeit, sondern die tägliche Leistung anderer. Wer hilft, verdient Platz, Rückhalt und Dank! Nicht Behinderung, Gleichgültigkeit oder Gewalt.“
