Klimaschutz heute
angehen für ein
besseres klima von morgen!

Klimaschutzkonzept und Klimaschutzmanagement

Klimaschutz ist eine Querschnittsaufgabe, die viele Bereiche einer Kommune betrifft. Die Bundesregierung unterstützt Kommunen bei dieser Arbeit im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative (NKI).

Um den Klimaschutz in der Stadt voranzubringen und die negativen Folgen des Klimawandels zu verringern, hat sich die Stadt Schenefeld zum Ziel gesetzt, zukünftig ganzheitlich den aktuellen Klimaschutzzielen der Bundesregierung nachzukommen. Hierzu bedarf es deutlich sinkender Treibhausgasemissionen in allen Handlungsfeldern der Stadt. Im Juni 2021 fasste die Ratsversammlung der Stadt den Beschluss, mit der finanziellen Unterstützung des BNUB ein integriertes Klimaschutzkonzept (IKSK) zu erstellen, das den Weg skizziert, der zur Erreichung der Klimaschutzziele führen soll.

Um die unterschiedlichen Anforderungen und Ziele zu bewältigen, verstärkt Frau Lara Brozio seit dem 01. Juli 2022 die Stadt Schenefeld als Klimaschutzmanagerin.

Kommunale Klimaschutzmanager*innen unterstützen bei der Konzeption und Umsetzung eines stadteigenen integrierten Klimaschutzkonzeptes und bilden eine Schnittstelle zwischen Kommune, Verwaltung, Bürger*innen und ansässigen Unternehmen. Das kommunale Klimaschutzmanagement umfasst in diesem Sinne alle Aspekte des kommunalen Handelns. Die neue Klimaschutzmanagerin freut sich auf ihre Aufgabe: „Die Bundesregierung gibt Kommunen mit der Nationalen Klimaschutzinitiative die Möglichkeit, sich im Themenbereich Klimaschutz langfristig besser aufzustellen.“

Kommunen beeinflussen das Leben und die Arbeit einer großen Zahl von Menschen, deshalb können sie mit ihrem Handeln maßgeblich dazu beitragen, Klimaschutz und eine nachhaltige Entwicklung voranzubringen. Brozio: „Meine Aufgabe als Klimaschutzmanagerin ist es, gemeinsam mit meinen Kolleg*innen und anderen Akteur*innen der Stadt eine langfristige Strategie zur Bewältigung der großen Herausforderung >Klimawandel< zu entwickeln.“

Auf die Erstellung des Konzeptes soll dann die Umsetzung folgen. Für beides benötigt die Stadt Schenefeld die Unterstützung örtlicher Unternehmen, Vereine, Verbände, der Politik und von Privatpersonen. „Denn Klimaschutz ist Teamarbeit. Wir haben die Chance, gemeinsam viel zu bewegen, für uns und für alle, die noch nach uns kommen werden.“


Vorhaben: Klimaschutzmanagement – Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzeptes für die Stadt Schenefeld

Förderkennzeichen: 67K19115

Förderquote: 75%

Laufzeit: 01.07.2022 bis 30.06.2024 (mit Option einer Verlängerung)

Projektträger: Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH

Förderprogramm: Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) – Kommunalrichtlinie


Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist ein Garant für gute Ideen. Die National Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.


Gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.






Integriertes Klimaschutzkonzept der Stadt Schenefeld


In den letzten eineinhalb Jahren hat sich die Stadt – gemeinsam mit Politikerinnen und Politikern, und den Schenefelderinnen und Schenefeldern – der Erstellung des ersten Schenefelder Klimaschutzkonzeptes gewidmet.

Herausgekommen ist eine Handlungsstrategie, die uns die nächsten Jahre dem Ziel, unsere Energieverbräuche soweit zu senken, dass wir 2040 Treibhausgasneutral sind, näher bringen soll. (Das bedeutet, dass wir von 5,5 t CO2-Ausstoß im Jahr 2019 auf 0,5 t je Einwohner*in im Jahr 2040 reduzieren wollen.)

Am 28. März 2024 hat die Ratsversammlung dem insgesamt 168 Seiten umfassenden Konzept mit großer Mehrheit zugestimmt. Mit dem Beschluss beginnt nun die eigentliche Arbeit: Die Umsetzung des 42 Maßnahmen umfassenden Kataloges und die kontinuierliche Klimaschutzarbeit in Schenefeld.

Das Konzept finden Sie hier. Eine Kurzversion ist in Arbeit und wird zu gegebenem Zeitpunkt ebenfalls hier veröffentlicht.

Auftakt: Klima-Werkstatt am 28. März 2023

In der Auftaktveranstaltung im Beteiligungsprozess erfuhren die rund 25 interessierten Bürgerinnen und Bürger, worum es in dem integrierten Klimaschutzkonzept (IKSK) geht, wie viele Tonnen Treibhausgase Schenefeld derzeit jährlich ausstößt und welches Ziel Schenefeld im Klimaschutz gesetzt hat. Frau Dr. Elleuche, Geschäftsführerin des Schenefelder European XFEL berichtete von der Arbeit des Instituts und dessen Klimaschutzbemühungen und gab damit ein Beispiel für gelebten Klimaschutz in Schenefeld.

Danach ging es in eine offene Arbeitsphase: An mehreren Stellwänden wurden Fragen rund um den Klimaschutz in Schenefeld gestellt. Es ging darum, einen ersten Eindruck davon zu gewinnen, was bereits passiert, wo Hürden bestehen und welche Vorstellungen die Bürgerschaft von der Zukunft der Stadt hat. Die Präsentationen und Ergebnisse der Werkstatt können hier eingesehen werden.

Zweite Klima-Werkstatt am 30. Mai 2023

In der zweiten Klimawerkstatt im Beteiligungsprozess ging es um das Kernstück des integrierten Klimaschutzkonzepts, den Maßnahmenkatalog. Darin werden Maßnahmen in verschiedenen Handlungsfeldern beschrieben, mit denen die gesetzten Ziele erreicht werden sollen.

Um den Bürgerinnen und Bürgern den Einstieg zu erleichtern, wurde ein Projekt aus Schenefeld vorgestellt. Die Schenefelderin Frau Meduri erzählte von ihren langjährigen Erfahrungen mit Holzhaus und Luft-Luft-Wärmepumpe und zeigte, dass es sich lohnt, über den eigenen Tellerrand (und die Landesgrenzen) hinaus zu blicken.

Mit dem Projekt im Hinterkopf waren die Teilnehmenden der Klima-Werkstatt eingeladen, ihre Projektideen in den in der ersten Klimawerkstatt priorisierten Handlungsfeldern zu sammeln.

Danach ging es in eine Intensivarbeitsphase, in der die Teilnehmenden in die Rolle der Klimaschutzmanagerin schlüpften und in Kleingruppen eine konkrete Klimaschutzmaßnahme aus arbeiteten. Die Ergebnisse der Werkstatt können hier eingesehen werden. Maßnahmenideen können weiterhin per E-Mail an die Klimaschutzmanagerin gesendet werden (umwelt@stadt-schenefeld.de).