040/830 37-0
Link verschicken   Drucken
 

Entfernung von Nestern von Hornissen, Hummeln, Wespen oder Wildbienen


Allgemeine Informationen

Hornissen, Hummeln, Wespen und Wildbienen stehen unter Artenschutz. Sie gehören zu den staatenbildenden Insekten und überleben nicht länger als einen Sommer.

Sie erfüllen wichtige Funktionen im Naturkreislauf. Hornissen und Wespen regulieren das Artengefüge der Insekten, Hummeln bestäuben mit ihrem langen Rüssel auch Blüten, die Bienen nicht erreichen können, Honigbienen sorgen für eine reiche Ernte im Obstgarten.

Die meisten Arten sind harmlos und greifen den Menschen nicht an.

Die Nester werden in natürlichen Höhlen (zum Beispiel Spechthöhlen) oder auch in künstlichen Hohlräumen wie Dachböden gebaut. Manchmal werden auch Nist- oder Rolllädenkästen besiedelt.
Der Nestbereich (circa 4 Meter um das Nest herum) wird von den Insekten verteidigt, notfalls durch Stechen. Folgende Störungen sollten daher vermieden werden:

  • heftige, schnelle Bewegungen,
  • längeres Verstellen der Flugbahn,
  • Erschütterungen des Nestes,
  • Manipulationen am Nest oder Flugloch,
  • direktes Anatmen der Tiere.


Außerhalb des Nestbereiches sind die Tiere friedlich.

Die Entfernung von Nestern sollte von sach- und fachkundigen Experten vorgenommen werden.

An wen muss ich mich wenden?

 

Bei Hornissen

 

an das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein (LLUR), Hamburger Chaussee 25, 24220 Flintbek, Tel.: (04347- 7040)

 

Bei Wespen, Hummeln Wildbienen:

 

  •  an einen professionellen Schädlingsbekämpfer (eine entsprechende Auswahl finden sie z.B. im Telefonbuch (Gelbe Seiten „Stichwort „Schädlingsbekämpfung“)
  • an die Gemeinde-, Amts- oder Stadtverwaltung
  • an Ihre Freiwillige Feuerwehr vor Ort (nur im absoluten Notfall)

Welche Unterlagen werden benötigt?

  • Hinweis auf die jeweils betroffenen Arten
  • Bei besonders und streng geschützten Arten bedarf es eines Antrages. Informationen hierzu erteilt die zuständige Stelle.

Rechtsgrundlage

§ 39 Abs. 1 Nr. 1 und 3, §§ 44, 45, 67 Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (Bundesnaturschutzgesetz - BNatSchG)

Anträge / Formulare

Anträge auf Befreiung von den oben genannten Verboten des § 44 BNatSchG (Entfernung von Hymenopterennestern) der besonders und streng geschützten Arten sind schriftlich an das zuständige Landesamt Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (LLUR) zu richten.

Was sollte ich noch wissen?

Zahlreiche Hymenopteren (z.B. Hornissen und zahlreiche Hummelarten) unterliegen dem strengen Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes (§ 44 Abs. 1 BNatSchG) während andere Arten, zum Beispiel die Deutsche Wespe, lediglich dem Bestimmungen des allgemeinen Artenschutzes unterliegen (§ 39 BNatSchG). Während für letztere lediglich ein vernünftiger Grund für die Entfernung von Nestern gegeben sein muss (zum Beispiel unmittelbare Nähe zu stark frequentierten Bereichen wie Terrassen etc,) bedarf es bei anderen Arten einer Genehmigung des zuständigen LLUR. Vor der Entfernung entsprechender Nester (Lebensstätten) muss deshalb die jeweils betroffene Hymenopterenart zweifelsfrei bestimmt werden. In Zweifelsfällen sollte deshalb auf die Unterstützung professioneller Anbieter zurückgegriffen werden.

Ein Hornissenstich ist für normal empfindliche Menschen nicht gefährlicher als ein Wespenstich.

Informationen finden Sie auch auf den Internetseiten des LLUR.


Ansprechpartner

Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume
Hamburger Chaussee 25
24220 Flintbek
VERANSTALTUNGEN